mappa del giardino botanico

Der Botanische Garten Carsiana befindet sich innerhalb einer Doline im Gemeindegebiet von Sgonico, etwa 18 km von Triest entfernt an der Provinzstraße von Sgonico nach Gabrovizza.

Der Garten wurde im Jahr 1964 von Wissenschaftlern und begeisterten Anwohnern als Privatinitiative gegründet und sollte Flora und Spontanvegetation des Karsts im natürlichen Lebensraum zusammen tragen, erhalten und veranschaulichen. Die bodenständigen Pflanzenarten des Karsts werden hier gesammelt und in einem der Bereiche an den Hängen einer Doline eingesetzt, in denen die verschiedenen Lebensräume nachgebildet wurden.

Der Karst ist eine Kalk-Hochfläche, die sich langgezogen in nordwestlicher-südöstlicher Richtung in einem großräumigen Gebiet zwischen Slowenien, Kroatien und Italien erstreckt. Auf italienischer Seite teilt es sich in den Triester und den isontinischen Karst und bedeckt eine Fläche von 500 km²; seine natürlichen Grenzen sind der nordöstliche Abschnitt des Golfs von Triest im Südwesten, das Mergel-Sandstein-Becken des Vipacco im Nordosten, die Flussauen des Isonzo im Norden und Nordwesten und die tektonische Rinne des Rosandra-Tals im Südosten, zusammen mit dem Mergel-Sandstein-Becken von Beka Očisla und dem Castelnovi-Karst.
Die Kalksubstrate sind sehr wasserdurchlässig und führen so zu einer verbreiteten Wasserarmut, die stellenweise durch die Wärmeabstrahlung der kahlen Felsen noch verstärkt wird. Die Permeabilität dieses Substrats ist auf die Zerklüftung der Kalkfelsen zurück zu führen, die ein Einsinken des Oberflächenwassers – heute vollständig unterirdischer Verlauf – ermöglichten und so eine Hydrologie entstehen konnte, die bis in 200-500 m Tiefe reicht (Poldini, 1972). Die unterirdische Verkarstung zeigt sich zudem in Hohlräumen, die normalerweise der Gesteinsschichtung folgen, und in sog. „Karst-Schluchten“ oder Schächten, die sich bei subvertikalen Klüften bilden.
Die Karstseen von Doberdò und Pietrarossa und das Flüsschen Rosandra sind eigentlich die einzigen Beispiele für Oberflächenwasser.
Auf dem 5000 m² großen, als Botanischer Garten angelegten Gelände befinden sich rund 600 Blumenarten. Das Gelände wurde ausgewählt, da auf kleinster Fläche alle geomorphologischen Hauptkonformationen des Karstgebiets in natürlicher Form vorkommen, denen die entsprechenden Pflanzengesellschaften zugeordnet wurden. Der natürliche Aufbau des Gartens ermöglichte eine auf ökologischen Merkmalen (und nicht auf systematischen Kriterien) beruhende botanische Ausrichtung, was ein intuitiveres Verständnis der Vegetation-Klima-Geologie-Verhältnisse möglich macht. Der Botanische Garten Carsiana möchte eine Art „synthetische Darstellung der Karstlandschaft“ sein, die dem Besucher einen erschöpfenden Überblick über die wichtigsten ökologischen Aspekte des Gebiets verschafft.

Carsiana zeigt folgende Lebensräume:


> Karstgehölz
> Geröllfelder
> Karstwald
> Karstheide
> Kliffküste
> Dolinenwald
> Bergkarst
> Gewasser
> Karstschlucht

Die Schaufläche wird von inigen Beeten mit Heilkräutern ergänzt, die spontan im Karst wachsen.

In 2002 the Provincial Administration purchased the property. Since 1st July 2016 the responsibilities for the management of the Carsiana Botanical Garden have fallen within the remit of the Autonomous Region Friuli Venezia Giulia.

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