Seit Jahrhunderten nehmen viele giftige Pflanzen einen festen Platz in der Medizin, im Arzneibuch und im Alltag ein. Einige wurden als Heilmittel verwendet, andere als Gifte, wieder andere lieferten Moleküle, aus denen moderne Medikamente entstanden sind.
Im Laufe der Zeit hat die Medizin die direkte Verwendung vieler Pflanzenarten zunehmend aufgegeben und isolierten, dosierbaren und kontrollierbaren Wirkstoffen den Vorzug gegeben. Dennoch ist die botanische Gefahr nicht verschwunden: Sie hat lediglich ihr Gesicht verändert. Ausgehend von der Flora des Karsts wird die Veranstaltung die schmale Grenze zwischen Heilmittel und Gift erkunden und erläutern, warum es nach wie vor wichtig ist, über botanische Toxikologie zu sprechen: vom Sammeln in der freien Natur über Erkennungsfehler, kontaminierte Handelsprodukte und den unsachgemäßen Gebrauch pflanzlicher Präparate bis hin zu den extremsten Fällen von Vergiftungen. Gemeinsam mit Elizabeth Visentin begeben wir uns auf eine Reise durch Botanik, Medizingeschichte, Ethnobotanik und die sichere Anwendung pflanzlicher Produkte, wobei wir einige der faszinierendsten und gefährlichsten Arten der Karstflora betrachten, um zu entdecken, wie das heimtückischste Gift manchmal gerade der Verlust botanischen Wissens sein kann.
ORGANISATORISCHE INFORMATIONEN
Datum: Sonntag, 19. Juli, 16:00 Uhr
Dauer: 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: für alle geeignet
Empfohlene Ausrüstung: bequeme Kleidung
Teilnahmegebühr: kostenlos dank der Unterstützung der Region Friaul-Julisch Venetien
Anmeldung: obligatorisch auf der Website https://rogos.it/